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Wasser marsch im Brandschutz

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Löschwasser ist kein Selbstläufer

Wasser marsch? Warum die Löschwasserversorgung kein Selbstläufer ist. Wenn es brennt, zählt jede Minute und ohne ausreichend Löschwasser ist selbst die beste Feuerwehr machtlos. Dennoch wird die Frage, woher im Ernstfall das Löschwasser kommt und ob es überhaupt in ausreichender Menge zur Verfügung steht, in vielen Betrieben nur unzureichend bedacht. Dabei ist die Löschwasserversorgung ein zentrales Element jedes funktionierenden Brandschutzkonzepts.

Die häufigste Löschwasserquelle ist die öffentliche Wasserversorgung über Hydranten. Doch diese sind nicht überall in ausreichender Zahl oder mit ausreichender Leistung verfügbar – insbesondere am Rand von Gewerbegebieten, auf großen Industriearealen oder in ländlichen Regionen. Hier reicht der Wasserdruck oft nicht aus, oder die nächstgelegene Entnahmestelle ist zu weit vom Brandherd entfernt. Umso wichtiger ist es, in der Planung Alternativen wie Löschwasserbehälter, unterirdische Zisternen oder betriebseigene Brunnenanlagen zu berücksichtigen.

Wie viel Wasser im Brandfall tatsächlich benötigt wird, hängt von mehreren Faktoren ab: der Nutzung des Gebäudes, der Brandlast, der Fläche sowie der Löschtechnik (z. B. Sprinkleranlagen). Die einschlägigen technischen Richtlinien, etwa die TRVB 128 oder die OIB-Richtlinie 2, geben klare Vorgaben zur Bemessung. In der Praxis zeigt sich jedoch oft: Die Löschwasserversorgung wurde einst für kleinere Gebäude dimensioniert und deckt die Anforderungen nach Umbauten oder Nutzungsänderungen nicht mehr ab. Auch die Frage nach dem richtigen Wasserdruck ist entscheidend. Große Höhenunterschiede oder lange Leitungsstrecken können dazu führen, dass an den entscheidenden Stellen zu wenig Wasser ankommt. In solchen Fällen sind Druckerhöhungsanlagen oder zusätzliche Pumpen notwendig.

Damit im Ernstfall alles funktioniert, sind regelmäßige Prüfungen unerlässlich. Hydranten müssen freigehalten, beschildert und zugänglich sein. Druck- und Durchflussmessungen sollten dokumentiert werden. Die Verantwortung dafür liegt beim Betreiber – oft in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr oder externen Brandschutzbeau ragten. Fehlt das Wasser im Ernstfall oder kommt es an der falschen Stelle an, kann das gravierende Folgen haben. Deshalb gilt: Löschwasser ist kein Selbstläufer – es braucht eine durchdachte Planung, laufende Kontrolle und klare Verantwortlichkeiten, damit aus einem Brand kein
Totalschaden wird.

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